Hallo lieber Tierfreund und vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast meine Seite zu besuchen.

Ich bin Kater Micky, wie alt ich bin weiß ich nicht genau. Menschen behaupten jedoch ich könnte so zwischen fünf und sieben Jahre alt sein.

Bevor ich auf den Tierlebenshof in Nauen kam, lebte ich in einer ganz kleinen Stadt im Berliner Umland bei einem Mann. Heute bin ich mir sicher, dass dieser Mann die Personifizierung des Teufels auf Erden war.

Er trank sehr viel Alkohol, rauchte unablässig und nahm Drogen. Von Arbeit hatte er noch nie etwas gehört. Auch Körperpflege bedeutete ihm nicht besonders viel.

Wenn er betrunken war - und das war er eigentlich immer - wurde er sehr aggressiv und alles was er sah und jedes Geräusch regte ihn furchtbar auf.

Wenn ich dann z.B. auf die Toilette musste regte ihn auch das auf und zur Strafe drückte er seine brennenden Zigaretten auf mir aus.

Davon habe ich zahlreiche Narben davongetragen. Aber auch meine Katzenseele hat darunter sehr gelitten.

Eines Tages war mal wieder einer seiner Penner-Kumpel zum "saufen" bei uns zu Besuch und sah wie der Mann mich mit der brennenden Zigarette "bestrafte" und dabei lachte. Dieser Kumpel plauderte das kurz darauf in einer Kneipe aus, wo die Wirtin es mithörte und zum Glück den Tierschutz alarmierte.

Als dann eines Tages ein zwei großgewachsene kräftige Männer an seiner Tür klopften und sich "freundlich" als Tierschutz-Aktivisten vorstellten die seine Katze abholen wollen, entschied er sich plötzlich ganz schnell mich herauszugeben.

So kam ich dann 2016 auf den Tierlebenshof Nauen.

Meine körperlichen Wunden sind inzwischen verheilt, aber die seelischen Wunden werden bleiben. So habe ich nach wie vor Panik auf die Katzentoilette zu gehen weil ich dann immer an den Mann denken muss. So mache ich mein Geschäft meist lieber versteckt in einer Ecke, wo mich keiner sieht.

Aber die Menschen auf dem Tierlebenshof akzeptieren mich so wie ich bin und nehmen mir das nicht übel. Inzwischen habe ich mit fast allen Mitbewohnern in der Katzenwohnung freundschaft geschlossen und freue mich auch sehr wenn freundliche Menschen kommen die mich streicheln. So habe ich gelernt, dass Menschenhände nicht nur böse sein können.

Für nur 3,50 Euro am Tag sind meine Kosten für Futter, Unterbringung und Pflege abgedeckt. Sofern sich also 20 Paten finden die jeder 5,25 Euro geben wäre mein Leben hier dauerhaft abgesichert.